Bei sonnigem Wetter wandert es sich sehr fein am Fuß des Vulkans herum. Mit Biologen unterwegs zu sein heiß immer alles angreifen,zerlegen riechen und manchmal auch einfach die Blätter zu essen…. mit allen Sinnen. während meine Augen immer wieder am Himmel bei den unterschiedlichen Wolken hängen bleiben sind die ornitophilen Biologen damit beschäftigt alle Vogelsichungen zu fotografieren und dann zu bestimmen. Die erste Wanderung zieht sich so auf 4 1/2 h in die Länge. Man kann so viel aus der Natur rausholen. Unglaublich. Bei der Mittagspause auf der Lavahalde lösen sich alle Wolken auf und geben den Blick frei auf den Vulkan. Sehr beeindruckend. Mit Verspätung starten wir unseren 2. Ausflug in ein Hängebrückenschutzgebiet. So hat man Gelegenheit den Baumkronen in Augenhöhe zu begegnen. Eine sehr wackelige Angelegenheit diese knarrenden Brücken in fast 80 m Höhe zu überqueren. Nicht jedermanns Sache – mir hat das supergut gefallen. Wieder werden die prächtigsten Vögel in den Bäumen gefunden und bestimmt. Eine Nasenbärenfamilie und ein Dreifinger Faultier krönen den tierreichen Tag. Mit dem lezten bisschen Tageslicht kommen wir gerade noch aus dem Park wo sich sehr zu meinem Entzücken eine Wolkenbank um den Vulkan herum aufbaut. Ganz im Glück wird der große Hunger mit costaricanischer Rindsuppe Suppe gestillt. Die war der Hammer. Nach einem kurzen Abkühlen im kleinen stockfinsteren Pool unter einem fantastischen Sternenhimmel ist der Tag fast vorbei.

